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Zum inzwischen vierten Mal startete Anfang September die große Kultur- und Bildungsreise nach Schlesien. Wie in den Jahren zuvor begann die Reise mit einem Einführungsabend im HAUS SCHLESIEN. Am Donnerstag ging es schon früh zunächst nach Berlin, wo noch am gleichen Abend eine Stadtführung auf dem Programm stand. Nach einem Besuch im Reichstag am nächsten Morgen führte die Reise durch den Spreewald nach Nordschlesien. Erste Station war die Weinstadt Grünberg. Bei einem Stadtrundgang konnten die Vorbereitungen für das alljährliche Weinfest beobachtet werden, welches zum Bedauern der Teilnehmer aber noch nicht eröffnet worden war. Der dritte Tag begann mit einem Rundgang durch Glogau. In den letzten Jahren wurden rund um den Ring viele Häuser der im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Stadt aufgebaut. Nächste Station der Reise war das Kloster Leubus. Bei einem geführten Rundgang konnten neben dem Fürstensaal und der Kirche auch die dort seit dem Jahr 2000 etablierten Ausstellungen von HAUS SCHLESIEN besichtigt werden. Anschließend ging die Fahrt nach Liegnitz. Bei der Stadtführung am Sonntagmorgen gab es viel Geschichte und Geschichten über Liegnitz zu hören. Ein Besuch im Kloster Wahlstatt mit der Möglichkeit an einem Gottesdienst teilzunehmen schloß sich an. Weiter ging es von dort in die Odermetropole Breslau, der Aufenthaltsort für die nächsten drei Tage. In diesen Tagen wurde die Stadt zu Fuß, per Bus und Schiff, gemeinsam und einzeln erkundet. Bei einem Besuch im Generalkonsulat und im Rathaus gab es zusätzliche Informationen über das politische und kulturelle Leben in Breslau. Am Mittwoch führte die Reiseroute über Schweidnitz und Kreisau in die Grafschaft Glatz. In Schweidnitz stand natürlich ein Besuch der bekannten Friedenskirche auf dem Programm, die seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Nach einem Stadtrundgang ging es weiter nach Kreisau. Bei einer Führung über das Gut bis ins Berghaus der Familie von Moltke gab es viel Interessantes über den Kreisauer Kreis und die heutige Aufgabe der Stiftung zu hören. Bei herrlichem Wetter ging es am folgenden Tag über Albendorf nach Glatz. Eine Rundfahrt durch das Glatzer Bergland über Bad Landeck, Habelschwerdt und Bad Reinerz zurück nach Bad Kudowa schloß sich an. Freitags führte die Fahrt von Bad Kudowa über Grüssau nach Lomnitz. Bei einem Rundgang durch Schloß und Park erfuhr die Reisgruppe, wie mit viel Engagement und Geld dieses Ensemble wieder hergerichtet wurde. Nach einem Abstecher ins Gerhart-Hauptmann-Haus in Agnetendorf ging es zum Kloster Marienthal bei Ostritz. Der Samstag begann mit einem interessanten Rundgang durch Görlitz, gefolgt von einer Führung im schlesischen Museum. Am 14. September schließlich ging es staufrei zurück nach Königswinter und von dort für alle wieder nach Hause.
Auch der Wettergott war wohl ein Schlesier, denn von wenigen Ausnahmen abgesehen, hat sich Schlesien von seiner sonnigen Seite gezeigt. Vieles konnten die Teilnehmer während dieser 12 Tage über Schlesien lernen und noch mehr von Schlesien sehen und erleben. Vieles blieb aber leider rechts und links des Weges unentdeckt und unerwähnt. Grund genug für HAUS SCHLESIEN die Tradition fortzusetzen und ein gutes Argument für alle Interessierten auch im nächsten Jahr (wieder) dabei zu sein.
Text und Fotos: Silke Findeisen
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