Deutsches Kultur- und Bildungszentrum e.V.

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53639 Königswinter-Heisterbacherrott
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Projekte

Das Museum für schlesische Landeskunde pflegt Kontakt zu zahlreichen Partner im In- und Ausland. Seit vielen Jahren arbeitet das Museum mit Kultur- und Bildungseinrichtungen in Nieder- und Oberschlesien vertrauensvoll zusammen. Die grenzüberschreitenden Kooperationsprojekte unterstreichen die erweiterten politischen Rahmenbedingungen. Auf die Verdrängung der deutschen Regionalgeschichte im Sozialismus folgte eine schrittweise Öffnung nach 1989. Heute gibt es eine Fülle von neuen Perspektiven für den Erhalt von historischem Kulturgut, Bau- und Naturdenkmälern sowie insgesamt für den unbefangenen Umgang mit der viele Jahrhunderte währenden deutschen Landesgeschichte.

Wanderausstellungen von HAUS SCHLESIEN in schlesischen und deutschen Museen helfen, die schlesische Landesgeschichte bekannt zu machen. Die Darstellung verschiedenster Themen verdeutlicht die historische und kulturelle Vielfalt der Region, spricht einen breiten Interessentenkreis an und fördert den interkulturellen Dialog.
 

Folgende Ausstellungen können vom HAUS SCHLESIEN verliehen werden:

"Ländliche Idylle" Schlesische Schlösser im Ansichtenwerk von Alexander Duncker
Schlesische Schlösser im Ansichtenwerk von Alexander Duncker
Die Ausstellung schöpft aus der Edition des Berliner Verlegers und königlichen Hofbuchhändlers Alexander Duncker, der zwischen 1857 und 1883 in 960 Steindrucken Schlössern und Herrenhäusern verschiedener preußischer Provinzen vorstellte. Mit 227 Abbildungen ist Schlesien die darin am häufigsten vertretene Provinz. Der zeitlich-stilistische Bogen der Ausstellung reicht von der Renaissance zur Neorenaissance und vom Barock bis zum Neobarock. Das adelige Landleben kommt einer entspannten Idylle gleich. Die Zeichnungen sind Zeugnisse einer unwiederbringlich vergangenen Zeit. Fotos zeigen die heutige Situation zwischen weitgehendem Verfall und partiellem Wiederaufbau.

"Natürlich Oder - Ein Fluß wird neu entdeckt"
Oder_BrueckeGleiwitzDie Oder hat viele Gesichter. Der international erfahrene Expeditionsfotograf Willy Sinn hat diese Vielfalt von Frankfurt/Oder bis Gleiwitz aus den unterschiedlichsten Perspektiven festgehalten. Nicht nur die teilweise sehr ursprünglichen landschaftlichen Schönheiten mit ihrem heute hohen ökologischen Wert, auch die Silhouetten wichtiger Städte, prägnante Brückenbauwerke und interessante technische Details der Schleusen und Kraftwerke an der Oder werden in dieser Ausstellung gezeigt. Eine reizvolle Fahrt auf der "Lebensader Schlesiens", die dazu beitragen möchte, diesen Fluss erneut zu entdecken.

"Zukunft - Stadt - Geschichte"
Sonderausstellung im Haus Schlesien vom 17. Mai bis 16. August 2009
Staedtebilder_Jauer_1934Die Ausstellung „Zukunft – Stadt - Geschichte“, die HAUS SCHLESIEN vom 17. Mai bis zum 16. August 2009 zeigt, stellt die Entwicklung ausgewählter schlesischer Städte von deren Gründung bis in die Gegenwart hinein dar. In den Stadthistorien spiegelt sich die wechselvolle Geschichte Schlesiens insgesamt wider. Anhand von zwölf ausgewählten Städten stellt die vom Land Nordrhein-Westfalen mitfinanzierte Ausstellung die Entwicklung an Einzelbeispielen dar, wobei vor allem auf die Besonderheiten der schlesischen Städte hingewiesen wird. Neben der historischen Entwicklung ist aber vor allem auch die jüngste Vergangenheit von Bedeutung. Den historischen Part der Ausstellung, die jeweilige Stadtgeschichte bis 1945 wird dabei von HAUS SCHLESIEN übernommen. Um die jüngste Geschichte seit 1945 aufzuzeigen und ein realistisches Zukunftsbild zu entwerfen, sind hingegen die Stadtverwaltungen und Museen der einzelnen Städte mit einbezogen worden. Diese fruchtbare grenzüberschreitende Zusammenarbeit dokumentiert, wie stark in den letzten Jahren das Interesse an der deutschen Vergangenheit der schlesischen Kulturlandschaft vor Ort gewachsen ist. Die Ausstellung ist zweisprachig und darauf ausgelegt in allen beteiligten Städten sowie den jeweiligen Partnerstädten gezeigt zu werden, sofern sich dort Ausstellungsmöglichkeiten bieten.

"Wolf Röhricht"
Notre-Dame-1928Mit den Augen eines Künstlers - Reiseimpressionen des Malers Wolf Röhricht (1886-1953). Ausstellung anlässlich des 50. TodestagesDer Maler Wolf Röhricht (Liegnitz 1886 – München 1953) ist vor allem durch seine virtuose Aquarelltechnik, seine Industrie- und Portraitdarstellungen sowie seine Landschaftsimpressionen bekannt. Neben seinem Jurastudium in München ließ er sich in Malerei ausbilden. 1911 bis 1945 lebte und arbeitete Röhricht in Berlin und stellte seit 1914 regelmäßig in der Berliner Sezession aus. Nach dem Krieg zog er nach Garmisch-Partenkirchen und später nach München, wo er als Vorstandsmitglied der Münchner Sezession die Kunstszene entscheidend mitgestaltete. Scharfe Beobachtungsgabe, harmonische Farbkompositionen und ein eigenwilliger Stil zeichnen seine Bilder aus und machen ihn so einzigartig. In stimmungsvollen Bildern von Landschaften und Dörfern mit den Szenen des täglichen Lebens teilt Röhricht mit dem Betrachter die vielfältigen Eindrücke seiner zahlreichen Reisen nach Frankreich, Italien, Ägypten, Tunesien und durch Deutschland von Rügen bis in die Alpen und in die Schweiz. Die besondere Liebe Röhrichts galt den Berglandschaften mit ihren rasch wechselnden Stimmungen.

Ausstellungen in Kloster Leubus

In Schlesien finden regelmäßig Gastausstellungen statt, beispielsweise in Breslau, Grünberg und Jauer. Zu den wichtigsten Kooperationspartnern gehört das Zisterzienserkloster Leubus/Lubiąż an der Oder. Hier führt das Museum für schlesische Landeskunde seit dem Jahr 2000 Ausstellungen zu landeskundlichen Themen durch.




 

Kooperationsprojekte mit schlesischen Museen

Im Haus Schlesien haben schlesische Museen bereits mehrfach Ausstellungen durchgeführt oder Leihgaben für Sonderausstellungen bereitgestellt. Mit der Ausstellung „Schlesische Museen zu Gast – Regionalmuseum Jauer / Muzeum Regionalne Jawor“ ist im Herbst 2004 eine neue Austellungsreihe eröffnet worden, bei der schlesische Museen ihre Sammlungen im Museum für schlesische Landeskunde präsentieren. Bis zum November 2005 präsentiert das Museum des Lebuser Landes/Muzeum Ziemi Lubuskiej aus Grünberg/Zielona Góra seine Bestände im Haus Schlesien.

Eindrucksvolles Ensemble -
  Kloster Leubus/Lubiąź an der Oder

  Regionalmuseum Jauer und andere Partner