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Schlesische Projekte

Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau in Weltkulturerbe-Liste der Unesco aufgenommen
Ausstellungseröffnung "Zmienna tożzsamośsćc. Obraz kartograficzny podziałlów terytorialnych ziem półlnocnego ŚSląaska i wschodnich ŁLużzyc w dziejach" 8.8.2004, 15:00 Uhr

Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau gehört seit dem 2. Juli 2004 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der bedeutende Landschaftspark wurde von dem Gartenkünstler Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) ab 1811 gestaltet. Fast 30 Jahre seines Lebens und nahezu sein gesamtes Vermögen investierte der Fürst in den Park, der sich auf einer Fläche von 750 Hektar im Tal der Neisse erstreckt. Aus akuter Finanznot mußte Pückler-Muskau seinen Park 1845 verkaufen. Die nachfolgenden Besitzer, Prinz Friedrich der Niederlande sowie die Grafen von Arnim, vollendeten das Gartenkunstwerk.

1945 wurde der Park durch die neue Grenze geteilt und der damalige Besitzer, Graf von Arnim-Muskau, enteignet. Zwei Drittel der Fläche liegen seither auf polnischem Gebiet, dazu gehören der Unterpark, das Arboretum und die Braunsdorfer Felder. Schloß, Bade- und Bergpark befinden sich auf der deutschen Seite, sie stehen seit 1955 unter Denkmalschutz.

Nach wechselvollen, für den Park wenig erfreulichen Jahren, werden seit einiger Zeit umfangreiche Wiederherstellungsmaßnahmen durchgeführt, bei denen die deutsche und die polnische Parkverwaltung eng zusammenarbeiten. Dies gilt insbesondere für die dringend notwendigen Rodungsarbeiten, um die einstigen Sichtachsen zwischen den Gartenbereichen wiederherzustellen. Diese Sichten gingen nach 1945 verloren, da man die polnische Partie forstwirtschaftlich nutzte und der natürlichen Verwaldung überließ. Ausdruck der erfolgreichen Zusammenarbeit ist auch der Wiederaufbau der kriegszerstörten Doppelbrücke, mit der seit 2003 erstmals nach dem Krieg die beiden Parkteile wieder miteinander verbunden sind.

Der Muskauer Park gilt nicht nur als eine der bedeutensten Gartenanlagen Europas, sondern auch als deutsch-polnisches Vorzeigeprojekt. Nun gehört er auch zum Welterbe der Menschheit.
Die 1993 gegründete Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" hat den Auftrag, den Park in den Dienst der deutsch-polnischen Aussöhnung zu stellen.

Ausstellung "Wechselnde Identitäten – das nördliche Schlesien und die angrenzenden Lausitzen im historischen Kartenbild"
im Neuen Schloß von Bad Muskau, 8. August – 17. Oktober 2004

Die Aufnahme des Pücklerschen Parkwerks in die Welterbeliste ist ein erfreulicher Anlaß für eine Ausstellung, die das Museum für schlesische Landeskunde im Südflügel des Neuen Schlosses von Bad Muskau zeigen wird.

Die Kartenausstellung ist eine der ersten Ausstellungen, die im Neuen Schloß gezeigt werden. Das zuletzt im Neorenaissancestil umgebaute Schloß brannte am Ende des 2. Weltkriegs vollständig aus, nur die Außenmauern blieben erhalten. Im Zuge der laufenden Rekonstruktionsmaßnahmen seit 1990 stehen mittlerweile einige Räumlichkeiten wieder für Ausstellungen zur Verfügung.

Unter dem Titel "Wechselnde Identitäten – das nördliche Schlesien und die angrenzenden Lausitzen im historischen Kartenbild" zeigt die Ausstellung eine umfangreiche Sammlung historischer Landkarten.

Der thematisierte Landstrich wechselte aufgrund seiner Lage beständig seine politische Zugehörigkeit, eine Entwicklung, die durch den EU-Beitritt Polens bis heute aktuell ist. Hier stießen die historischen Interessen von Brandenburg/Preußen, Sachsen und Polen aufeinander. Mit seltenen Landkarten aus fünf Jahrhunderten werden die Grenzverschiebungen und wechselnden Identitäten des nördlichen Schlesiens und der angrenzenden Lausitzen dokumentiert. besondere Schwerpunkte sind die karten von Jonas Scultetus aus Sporttau und die Karten des Verlages Karl Flemming aus Glogau.

Die Exponate stammen aus der Sammlung von Haus Schlesien, der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften, Görlitz sowie aus der eines deutschen Privatsammlers.

Die Begleitpublikation kann für 4,- Euro beim Museum für schlesische Landeskunde bestellt oder an den Museumskassen erworben werden.

Die Ausstellung wird freundlicherweise durch das Sächsische Staatsministerium des Innern, Dresden, unterstützt. Schirmherren der Ausstellung sind der Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, Andrezj Bochenski, und der Sächsische Staatsminister des Innern, Horst Rasch.

Zur Eröffnung lädt die Stiftung Fürst Pückler Park herzlich ein am Sonntag, 8.8.2004, 15:00 Uhr.

Weitere Informationen unter www.hausschlesien.de

Vorankündigung Pierwza Dzien Slaskich Zabytkow

Am 18./19. 9. 2004 findet der Europäische Denkmaltag in Polen statt. HAUS SCHLESIEN organisiert und begleitet öffentliche Führungen durch ausgewählte Industriedenkmäler und Holzkirchen den 1. Schlesischen Denkmaltag in Niederschlesien. Zu sehen sind u.a. Zuckerfabriken, Schleusen und Kirchen.
Informationen ab 1.8.2004 unter www.hausschlesien.de und www.edd.com.pl