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Max Steckel gehört zu den bedeutendsten Fotografen Oberschlesiens. Er wurde am 26. Mai 1870 als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Nach der schulischen Ausbildung begann er eine Lehre als Fotograf. 1891 übernahm er nach bestandener Meisterprüfung zusammen mit seinem Bruder ein Atelier in Königshütte/ Oberschlesien. Er erhielt für seine Fotografien zahlreiche nationale wie internationale Auszeichnungen. Steckel besaß mehrere Ateliers, unter anderem in Kattowitz, Zabrze/ Hindenburg und Gleiwitz. Er starb am 12. Dezember 1947 in Unterröblingen am See ( Sachsen-Anhalt ).
Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Bildbände „Vom Oberschlesischen Steinkohlen-Bergbau“ (1898) und im Jahre 1928 „Schwarze Diamanten. Kunstblätter mit Begleittext aus dem Oberschlesischen Steinkohlenbergbau“ („Czarne Diamenty. Zdjecia artystyczne kopaln gornoslaskich wraz z opisem“). Neben Motiven aus dem oberschlesischen Bergbau zeigen seine Aufnahmen auch politische Ereignisse wie die Grabenkämpfe des Ersten Weltkrieges, sowie Tieraufnahmen.
Auch nach dem Ersten Weltkrieg wurden seine Werke im polnischen Oberschlesien sehr geschätzt. 1938 nahm er an einer Ausstellung im Oberschlesischen Landesmuseum in Beuthen teil. Fotografien von ihm sind in zahlreichen Museen und Archiven erhalten geblieben. 2001 wurde im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen-Hösel eine Ausstellung „Schwarze Diamanten. Fotografien aus Oberschlesien von Max Steckel ( 1870- 1947 )“ eröffnet. Diese Präsentation wurde in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Zabrze konzipiert und auch dort unter dem Titel „Czarne Diamenty. Fotografie z Gornego Slaska Maxa Steckla ( 1870- 1947 )“ gezeigt. Der begleitende Katalog bietet einen Querschnitt des Schaffens von Max Steckel. Seine Aufnahmen von arbeitenden Bergarbeitern sind bis heute bedeutende Zeugnisse. Sie spiegeln den Bergbau in Oberschlesien in dieser Zeitepoche wider.
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